Papageientaucher: Steckbrief, Lebensraum & Bedrohung

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Fratercula arctica

Papageitaucher

Gefährdet · IUCN Rote Liste · Stand: 2018

Auf einen Blick

Größe

25–30 cm

Gewicht

etwa 430 g

Lebenserwartung

bis 34 Jahre

Verbreitung

Nordatlantik

Nahrung

Sandaal, Sprotte, Hering (kleine Schwarmfische)

Brutzeit

April–August

Wo lebt der Papageientaucher?

Der Papageientaucher brütet im gesamten Nordatlantik, vom Golf von Maine und der Bretagne im Süden bis nach Nordwestgrönland, Svalbard und Nowaja Semlja im Norden. Die Weltpopulation wird auf 12–14 Millionen Adultvögel geschätzt, über 90 % davon leben in Europa – allein Island und Norwegen beherbergen 80 % des Weltbestands. Außerhalb der Brutsaison lebt der Papageitaucher auf dem offenen Meer.

Wie sieht der Puffin aus?

Der Papageitaucher wird oft als Clown der Lüfte bezeichnet - am markantesten ist wohl sein farbenfroher Schnabel. Sein kompakter Körperbau und das schwarz-weiße Gefieder ähneln dem eines Pinguins. Papageitaucher gehören zur Familie der Alkenvögel und sind nicht mit Pinguinen verwandt.

Sein Schnabel ist übrigens während der Brutsaison knallorange und vergrößert, außerhalb blasser und kleiner. Das Gleiche gilt für die knallorangen Füße, die eher gelblich-blass sind, wenn die Vögel nicht brüten. 

Was frisst der Papageitaucher?

Der Papageitaucher ernährt sich hauptsächlich von kleinen Schwarmfischen wie Sandaal, Sprotte und Hering. Saisonbedingt stehen auch Krebstiere und Vielborster auf dem Speiseplan.

In seinem Schnabel trägt der Papageitaucher rund 10 Fische - der Rekord liegt bei über 60 Fischen gleichzeitig!

Warum ist er bedroht?

Die Ursachen für den Rückgang der Papageientaucherpopulationen weltweit sind komplex. Eine der größten Bedrohungen ist der Klimawandel: Steigende Meerestemperaturen verändern die Verbreitung kleiner Schwarmfische wie des Sandaals, der in kühlere und tiefere Gewässer abwandert – und damit für den Papageitaucher schwerer erreichbar wird.

Hinzu kommt die Überfischung ebenjener Beutefische, die die Nahrungsgrundlage des Papageitauchers direkt gefährdet. Auch Plastikverschmutzung und Beifang in Fischernetzen fordern ihren Tribut.

An den Brutkolonien bedrohen außerdem eingeschleppte Räuber wie Ratten die Gelege und Küken.

Die Kombination dieser Faktoren macht den Papageientaucher besonders verletzlich - und zeigt, dass sein Schutz ein systemisches Umdenken erfordert.

Im Ökosystem

So hängt alles zusammen:

Erwärmung der Meere
z. B. Sandaale wandern in kühlere Meerestiefen ab 
Nachwuchs verhungert
Puffinbestände gehen zurück

Wusstest du?

Der Papageientaucher ist ein wahres Tauchtalent - er jagt bis zu 60 Meter tief!

Quellen & Referenzen

    • IUCN Red List, 2018. Fratercula arctica. https://www.iucnredlist.org/species/22694927/132581443
    • Major, Heather L, Rivers, Joy E, Carvey, Quinn B, Diamond, Antony W. Jan 2024. PLoS One, San Francisco Vol. 19, Iss. 1
    • Iona Young, 2026. Puffin aged 34 dies after being washed up in stormy weather. BBC Scotland News. https://www.bbc.com/news/articles/cwyknkz2j06o
    • Kurt K. Burnham, Jennifer L. Burnham & Jeff A. Johnson, Dec 2020. Morphological measurements of Atlantic puffin (Fratercula arctica naumanni) in High-Arctic Greenland

    • United Nations, Regional Information Center for Western Europe. The much beloved Atlantic puffin in graver danger than estimated. https://unric.org/en/the-much-beloved-atlantic-puffin-in-graver-danger-than-estimated/

    • Alan E. Burger, Mark Simpson, 1986. Diving Depths of Atlantic Puffins and Common Murres. The Auk: Volume 103, Issue 4, Article 35.

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